Schlechtnau
Der Todtnauer Stadtteil Schlechtnau liegt in der sich weidenden und südwärts öffnenden Talaue der Wiese. Durch die Mitte des Ortes führt die Bundesstraße B 315. Der Ort entwickelte sich im Hochmittelalter aus einem Hof an der Steige nach Todtnau und wurde nach dem Boom des Bergbaus im oberen Wiesental durch Zuwanderung von Bergleuten ausgebaut. Urkundlich erschien Schlechtnau erstmals im Jahr 1288. Schlechtnau gehörte im Hochmittelalter zur sanktblasianischen Talvogtei Todtnau in der Landgrafschaft Breisgau unter der Landeshoheit der Habsburger, teilte über die Jahrhunderte deren Geschicke in guten und schlechten Zeiten. Durch den Reichsdeputationshauptschluss kam Schlechtnau und der vorderösterreichische Breisgau kurzfristig an das kurzlebige Herzogtum Modena-Breisgau und letztendlich durch den Frieden von Preßburg 1806 an das Kurfürstentum Baden, das noch im gleichen Jahr von Napoleon Bonaparte zum Großherzogtum Baden erhoben wurde. Nach dem Übergang an das Haus Baden war Schlechtnau von 1809 bis 1972 eine selbstständige Gemeinde. Innerhalb der badischen Verwaltungsgliederung gehörte Schlechtnau zum Bezirksamt Schönau, ab 1924 zum Bezirksamt Schopfheim und dann 1938 zum Landkreis Lörrach.Anzeige