Burg Breisach
Als Burg Breisach bezeichnet man eine ehemalige Burganlage auf dem Breisacher Münsterberg, von der nur noch wenige Reste erhalten sind. Die Burg stand einst auf der Nordseite des Münsterberges, wo heute der Tullaturm steht und jedes Jahr die Breisacher Festspiele stattfinden. Erhalten geblieben von der Burg sind lediglich ein Halsgraben und wenige Mauerreste im Erdreich. Der Breisacher Münsterberg wurde von Berthold V. von Zähringen im ausgehenden 12. Jahrhundert erworben und sofort wehrhaft ausgebaut, unter anderem durch eine Wehrmauer, der Burg und dem Radbrunnenturm. Die Burg bestand hauptsächlich aus einem mächtigen Wohnturm. Unter König Rudolf von Habsburg wurde Breisach 1273 Freie Reichsstadt und erhielt ein neues Stadtrecht, das die Grundlage für seine wirtschaftliche Blüte und politische Bedeutung bildete. Dadurch wurde ebenso die Burg Breisach zur Reichsburg erhoben. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurden Breisach und seine Festungsanlage immer wieder beschädigt, die Burg blieb aber als wichtiges Festungswerk erhalten. Erst im Jahr 1741 wurde die Festung Breisach und die Burg Breisach zerstört, als Maria Theresa aus dem Hause Habsburg-Österreich den Befehl gab, die Festungsanlagen vorsorglich zu schleifen. Ganz Breisach lag schließlich nach massivem französischem Beschuss im Koalitionskrieg 1793 in Trümmern und die einst große Bedeutung Breisachs im Breisgau ging damit verloren. Die Festungsanlagen als auch die Burg wurden nach den schrecklichen Verwüstungen während des 18. Jahrhunderts nicht wieder aufgebaut und verkamen zum Steinbruch.Anzeige