Thiermondingen
Thiermondingen ist eine Wüstung in einem Waldstück zwischen den Gemeinden Denzlingen, Vörstetten und Reute im Breisgau. Wüstung ist die Bezeichnung für ein Dorf oder einen Weiler, der von seinen Bewohnern aufgegeben wurde. Auf der Gemarkung von Vörstetten lag in früheren Zeiten in einem Waldstück nördlich der Gemeinde das Dorf Thiermondingen. Die Siedlung wurde im Jahre 1008 in der Wildbann-Beschreibung von König Heinrich II. erstmals urkundlich genannt. Die Endung "ingen" im Ortsnamen lässt eine alemannische Siedlung aus dem 5. oder 6. Jahrhundert vermuten. Das Dorf lag an einer historischen Straßenverbindung von Riegel am Kaiserstuhl über Denzlingen-Maurach ins Glottertal, heute noch Herrenweg (Heerweg) genannt. Im Mittelalter war unter anderem das Kloster Schuttern hier begütert. Im Dorf stand eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle. Thiermondingen als Dorf gilt bereits im 16. Jahrhundert als verschwunden. Nur der so genannte Dermondinger Hof blieb noch bis in Mitte des 18. Jahrhunderts erhalten. Heute erinnert nur noch das "Dermedinger Wäldele" an den einstigen Standort von Thiermondingen. Im Jahr 2008 wurde zudem anlässlich des tausendjährigen Jubiläums der ersten Erwähnung von Thiermondingen eine Gedenktafel mit Sitzbank in Erinnerung an die abgegangene Ortschaft errichtet.Anzeige