Landgrafschaft Stühlingen
Die Landgrafschaft Stühlingen war ein historisches Territorium im heutigen Süddeutschland. Das Gebiet lag zwischen dem Südschwarzwald östlich von Schlüchttal und Schwarzatal bis hin zur Wutach und dem Randen, wobei der Fluss Wutach ein Teil der Grenzlinie bildete. Ab 1120 war Stühlingen Hauptort der Landgrafschaft Stühlingen. Die Landgrafschaft Stühlingen gehörte bis zur territorialen Eigenständigkeit von 1112 bis 1250 noch zur Landgrafschaft Klettgau und war im Hochmittelalter Teil Bestandteil des Herzogtums Schwaben. Die Grafen von Lenzburg waren im 12. Jahrhundert die ersten bekannten Herrscher der Landgrafschaft. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Grafen von Küssenberg die Herrschaft, später die Grafen von Lupfen. Im Jahr 1614 wurde die Reichsherrschaft Bonndorf von der Stühlinger Landgrafschaft getrennt und zu einer eigenen reichsunmittelbaren Grafschaft, die vom Kloster St. Blasien verwaltet wurde. Ab dem 17. Jahrhundert wurden erst die Erbmarschälle von Pappenheim und später die Fürsten von Fürstenberg zu den neuen Herrschern. Im Jahr 1806 kam das Fürstentum Fürstenberg und damit auch die Landgrafschaft Stühlingen unter Badische Landeshoheit. Damit endete die Eigenständigkeit als Territorium.Anzeige