Degerfelden
Degerfelden liegt auf der Schotterterrasse der Rheinebene am Eingang eines kleinen Dinkelbergtales. Die Häuser stehen entlang der Straße und des Baches sowie am Hangfuß des Waidbachtals. Das Gebiet war für den Bau von Mühlen bestens geeignet, weshalb es nicht verwundert, dass eine Mühle bereits im Jahr 1370 schriftlich erwähnt wird. Als Träger des Ortsnamens erscheint erstmals in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts Luitoldus de Tegervelt. Der Ort wird erstmals 1283 schriftlich genannt. Funde aus der Jungsteinzeit weisen auf eine frühere Besiedlung hin. Der zum Ort gehörende Hagenbacher Hof geht auf eine abgegangene Siedlung um 800 zurück. 1926 entdeckte man im Gewann Schlosshalde oberhalb des Ortes eine kleine Burganlage (Fliehburg), die nach Schätzungen im 9. oder 10. Jahrhundert bewohnt war. Der Adler im Wappen des Dorfs erinnert daran, dass Degerfelden bis 1806 zur Herrschaft Rheinfelden gehörte und damit auch die Geschichte mit ihr teilte. Im Jahr 1810 wurde die Gemarkung erweitert, als der "Gelkemer Bann" der abgegangenen Siedlung "Geitlikon" zu vergeben war. Sie wurde zwischen Eichsel und Degerfelden aufgeteilt. Kirchlich gehörte die Gemeinde immer zur Pfarrei Herten, das Patronatsrecht übte früher die Komturei Beuggen aus. Die selbstständige Gemeinde schloss sich 1972 Rheinfelden an. Heute leben rund 1.600 Menschen in Degerfelden.Anzeige