Bittelbrunn
Bittelbrunn ist ein kleines Dörfchen, welches zur Stadt Engen gehört und liegt auf einem Hochplateau im Oberen Hegau. Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über die Vulkanberge des Hegaus hinweg bis zum Nordrand der Bayerischen, Österreichischen und Schweizer Alpen, hin bis zum Finsterahorn im Berner Oberland. Besonders sehenswert ist der Ort durch einige schöne alte Fachwerkhäuser, das Schlössle und die in der Nähe gelegenen Steinzeithöhlen Petersfels & Gnirshöhle im heutigen Eiszeitpark Engen. Erst in den letzten Jahren wurden hierüber sehr interessante Grabungen durchgeführt, die Auskunft über die Lebensgewohnheiten der damaligen Höhlenmenschen geben sollen. Die Funde sind im Städtischen Museum Engen + Galerie zu besichtigen.Bittelbrunn wurde im Jahr 1339 erstmals urkundlich genannt und gehörte zur Herrschaft Hewen. Dieses Geschlecht nannte sich zuerst nach der Siedlung Engen, die sie gründete. Nach dem Bau der Burg Hohenhewen 1175 führte es den Namen "von Hewen". Es baute auch die Burgen Neuhewen und Junghewen, letztere wurde 1370 Hewenegg genannt. Bittelbrunn wurde am 01.12.1971 ein Stadtteil von Engen. In den großen Waldgebieten nördlich von Bittelbrunn befinden sich zahlreiche Hügelgräber der Hallsteinzeit, die eine sehr lange Besiedlungsgeschichte vermuten lassen. Am bekanntesten aber wurde Bittelbrunn durch die Ausgrabungen im Brudertal, wo der Petersfels und der Hohle Fels im Paäolithikum (12.000 v.Chr.) Stationen der steinzeitlichen Rentierjäger waren. Die Entdeckung machte man erst vor urnd 60 Jahren, als man im Bruder- und Wasserburgertal Grabungen durchführte. Die Funde sind unter anderem im Singener Hegaumuseum und im Stadtmuseum Engen ausgestellt.
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