Sepp Allgeier (1895-1968)
Sepp Allgeier wurde am 6. Februar 1895 mit dem Namen Josef in Freiburg im Breisgau geboren. Er war Bergsteiger, Filmpionier und Wintersportler, arbeite als Kameramann, Fotograf, Filmdarsteller und Regisseur. Besondere Bedeutung erlangte Sepp Allgeier als einer der Pioniere des damals populären Bergfilmgenres, dessen Ursprünge in den 1920er unter anderem in Freiburg lagen. Er arbeitete mit bekannten Regisseuren und Filmgrößen der Hochgebirgsfilmproduktionen der damaligen Zeit zusammen, unter anderem mit Arnold Fanck (1889-1974), Ernst Petersen (1906-1959) und Luis Trenker (1892-1990). Als Kameramann war er bei den bekannten Produktionen "Der Heilige Berg (1926)", "Berge in Flammen (1931)", Stürme über dem Mont Blanc (1930) oder "Die weiße Hölle von Piz Palü (1929)" beteiligt. Später wurde er Chefkameramann bei Leni Riefenstahl (1902-2003), eine damals aufstrebende deutsche Regisseurin und Fotografin. Im Jahr 1936 wurde Sepp Allgeier zum Reichskultursenator ernannt, drehte Parteigasfilme und Propagandafilme für das damalige Regime. Während des Zweiten Weltkriegs führte er die Kamera in einigen NS-Dokumentarfilmen, aber auch als Kriegsberichterstatter. Nach Ende des Kriegs war erviele Jahre beim Südwestfunk tätig und drehte unter anderem Dokumentarfilme wie "Heimat, die uns blieb (1950)" oder "Olympia Helsinki (1952)". Am 11. März 1968 verstarb Sepp Allgeier in Ebnet bei Freiburg. Nach ihm wurde 1997 die "Sepp-Allgeier-Straße Freiburg" im Stadtteil Haslach benannt.Anzeige